Wer kennt Robert Downey jr.? Nun, ich erinnerte mich gut und gerne an ihn, und obwohl ich ihn in allerhöchstens zwei Filmen gesehen habe, gehörte er für mich auf Anhieb zu den sympathischsten Schauspielern der letzten 20 Jahre. Die Besetzung als Superheld Ironman ist ein tolles Comeback mit einem tollen Film, den die Marvel-Studios erstmals selbst (also ohne „Hilfe“ der anderen großen Studios) realisiert haben.

Zu Beginn lässt Waffenhändler Tony Stark (Robert Downey jr.) keinen Zweifel daran, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Als Sohn eines profilierten Waffenhändlers setzt der geniale Ingenieur mit offensichtlichem Hang zu Whiskey, Parties und Girls den eingeschlagenen Weg fort und führt mit großem Erfolg seine bei der Regierung hoch geschätzte Waffenschmiede „Stark Industires“ weiter. Mit – man muss es zugeben – Charisma und flotten Sprüchen hat er das Militär auf seiner Seite und die eine oder andere kritische Journalistin in seinem Bett.

Das flotte Leben im Rampenlicht hat allerdings nach einem Vorführungstermin in Afghanistan ein schnelles Ende. Tony Stark findet sich nach einem Überfall auf seinen Konvoi in den Händen von miesmutigen Rebellen wieder. Sein einziger Verbündeter ist ein ebenfalls gefangener Arzt, der es gerade noch schafft, einen Großteil der Granatsplitter zu entfernen, die seit dem Anschlag Richtung Tony’s Herz wandern. Die restlichen, operativ nicht zu entfernenden Splitter hält er mit einer primitiven, aber auch wirkungsvollen Vorrichtung ab: Ein Elektromagnet, der an Tony’s Brust genäht ist und von einer klobigen, alten Autobatterie gespeist wird.

Die Rebellen machen schnell klar, dass er nur aus einem einzigen Grund lebt: Er soll im dunklen Verlies aus Teilen seiner eigenen Waffen (mit denen die Fieslinge schon gut ausgestattet sind) seine tödlichste bauen: Die „Jericho“ Rakete.

Er sagt zu und macht sich mit Hilfe das Arztes ans Werk. Es soll eine tödliche Waffe werden. Allerdings ist es keine Rakete, und sie soll nicht von den Rebellen gegen Andere eingesetzt werden. Vielmehr ist es eine Waffe, die ihm auf den Weg in die Freiheit helfen soll, und auf diesem Weg muss der eine oder andere Rebelle daran glauben. Vorhang auf für Ironman.

Die Geburtsstunde des Ironman im tiefsten afghanischen Bergland ist zeitgleich auch ein Wendepunkt in Tony Stark’s Leben – aus moralischer und persönlicher Sicht. Seine Flucht gelingt, doch zurück zu Hause begegnet er den wirklich großen Herausforderungen und vermeintliche Freunde entpuppen sich als Feinde. Was er in Afghanistan zurücklässt, soll ihn auch eher einholen, als ihm lieb ist: Die Pläne seines Einsenmannes und der Zorn überlebender Rebellen, verstrickt mit einer unheilvollen Connection zu seinem engsten Freundeskreis in den Staaten machen die Comicverfilmung zu einem absolut sehenswerten und gelungenen Spektakel.

P.S.: Für Alle, denen der Film zu wenig ist, gibt es weiter unten noch einen kleinen Hinweis auf Forschungsarbeiten Richtung eines echten Ironmans: Ironman in echt

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