„LightWave 3D“ war vor Jahren das erste 3D-Tool, das ich beruflich genutzt habe und somit fundiert kennen und liebe gelernt habe. Doch mit der Zeit verlagernte sich der Fokus, Lightwave schien in eine Sackgasse geraten zu sein und so kühlte das Verhältnis ab: Einmal pro Jahr besuchte ich noch die Website, der Newswert war allerdings meistens bescheiden. Bis vor zwei Wochen.
Newtek hat endlich getan, was notwendig war: Die gesamte Codebasis neu geschrieben bzw. überarbeitet, sich vom Paradigma des zweiköpfigen Monsters verabschiedet (Lightwave bestand immer aus dem „Modeler“ und „Layout“, was den Workflow ohne Übung einigermaßen zerreißen konnte) und ihrem Baby so neues Leben eingehaucht. Die technische Basis ist nun flexibel wie sie nur sein kann und komplett Node-basiert. Soll heißen: Jede Komponente einer Szene kann mit jeder anderen interagieren, sie steuern oder von ihr gesteuert werden. Das Konzept, das Maya eingeführt hat, findet hier nun hoffentlich eine weitere gelungen Umsetzung.
Das Marketing rund um die neue Einführung hat viel Wind gemacht und berechtigt Lob verdient. Ein simpler Countdown, eine codierte Schrift und faktisch keine Information haben in zahlreichen Foren und Communities für beträchtliche Bewegung und zahlreiche Spekulationen gesorgt. Mehrere Leute konnten die geheimnisvollen Schriftzeichen dennoch vor Ablauf des Countdowns als „Cross the treshold“ entziffern, was die Spekulationen rund um die Bedeutung aber nur mehr angeheizt haben.
Das technische FAQ ist interessant und viel versprechend, eine öffentliche Beta Phase wird es aber entgegen vieler Erwartungen nicht geben. Schade eigentlich, denn das hätte im Zuge des Rummels sicherlich viele Neugierige User gebracht.
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